Hoher Mandelkonsum vermindert die DNA-Schädigung bei Rauchern

Jeder Mensch nimmt mit der Atemluft freie Sauerstoffradikale auf. Diese ungebundenen Radikale greifen Körperzellen und Gefäßwende an und können diese schädigen. Der Körper hat verschiedene eigene Mechanismen, mit denen er diesem Geschehen entgegenwirkt. Zusätzlich können über die Nahrung Radikalfänger, sogenannte Antioxidantien, aufgenommen werden, die in diversen Nahrungsmitteln, z. B. Nüssen, enthalten sind. Mandeln besitzen eine hohe Quelle an Antioxidantien, vor allem das Vitamin E.

Im Körper sollte ein Gleichgewicht zwischen freien Radikalen und abwehrenden Antioxidantien herrschen. Verschiedene Einflüsse können dieses Gleichgewicht jedoch ins Wanken bringen. Der Konsum von Zigaretten ist hier nur ein Beispiel für eine Quelle freier Radikale. Der Körper ist oxidativem Stress ausgesetzt. Die Folge daraus ist, dass es zu DNA-Schädigungen kommen kann. 

Eine Studie hat untersucht, inwieweit der oxidative Status bei Rauchern durch den Konsum von Mandeln verbessert werden kann. Die Studie wurde mit 30 männlichen Teilnehmern im Alter von 18 bis 25 Jahren, die seit mindestens fünf Jahren 10-20 Zigaretten am Tag rauchen, durchgeführt. Die Teilnehmer wurden in drei gleich große Gruppen aufgeteilt. Eine von ihnen erhielt keine Mandeln, die anderen Gruppen je 64 g, bzw. 168 g Mandeln pro Tag über einen Zeitraum von vier Wochen. Zudem waren die tägliche Nahrungszufuhr und die körperliche Aktivität aller Teilnehmer über den Studienzeitraum identisch. Um die Wirkung des Mandelkonsums zu erfassen, wurden sowohl Blut- als auch Urinproben untersucht. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bei erhöhtem Mandelkonsum weniger DNA-Schädigungen bei den rauchenden Probanden stattfanden. Demzufolge haben Mandeln einen schützenden Effekt auf den oxidativen Stress und die DNA-Schädigungen, die durch das Rauchen verursacht werden.

Auf diesem Gebiet sind weitere Studien erforderlich, um die noch nicht gänzlich geschlossenen Wissenslücken zu schließen.

Quelle:

Jia X, Li N, Zhang W, Zhang X, Lapsley K, Huang G, Blumberg J, Ma G, Chen J (2006): A pilot study on the effects of almond consumption on DNA damage and oxidative stress in smokers. Nutr Cancer. 54, S. 179-183.