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Nusskonsum beugt Gallensteinen vor. 

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Metabolisches Syndrom – Reduktion des Bauchumfangs durch Walnusskonsum

In den westlichen Industrieländern leiden immer mehr Menschen am metabolischen Syndrom.
Was versteht man darunter? Das metabolische Syndrom ist das Zusammenspiel mehrerer typischer Zivilisationskrankheiten. Es bezeichnet auch das „tödliche Quartett“, weil es keine einzelne Erkrankung ist, sondern aus vier Risikofaktoren besteht. Starkes Übergewicht, das sich vor allem am Bauch sammelt, ist die Grundgefahr. Es begünstigt die anderen drei Faktoren: hohen Blutdruck, erhöhten Blutzucker oder Diabetes Typ 2 („Altersdiabetes“) und Fettstoffwechselstörungen, die sich dann gegenseitig verstärken. Wenn bereits drei der Störungen zusammenkommen, nennt man dies "metabolisches Syndrom".
Eine im Jahr 2010 veröffentlichte Studie hat untersucht, ob der Konsum von Walnüssen einen Einfluss auf das Risiko des metabolischen Sydroms hat. Die Studie hat ergeben, dass sich bei einem Verzehr von 30 g Walnüssen pro Tag das Risiko des metabolischen Syndroms verringert. Zusätzlich zum Nussverzehr wurde im Rahmen der Untersuchung auch eine Beratung zum Lebensstil durchgeführt.
283 Männer und Frauen, die entweder das metabolische Syndrom oder aber ein dafür hohes Risiko aufwiesen, nahmen an der Studie teil. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe, die fortan als Kontrollgruppe fungierte, erhielt eine Beratung zum Lebensstil. Die anderen beiden Gruppen führten zusätzlich zur Beratung eine Ernährungsumstellung durch. Auf dem Speiseplan waren täglich 30 g Leinsamen (Gruppe 2), bzw. 30 g Walnüsse (Gruppe 3) integriert.
Es zeigte sich, dass sich bei der Gruppe, die Walnüsse verzehrt hat, die zentrale Adipositas um 16 % verringern konnte. Unter zentraler Adipositas wird die massive Fettverteilung im Bauch – gemessen am Bauchumfang – verstanden. Die Kontrollgruppe verzeichnete ebenfalls einen verringerten Bauchumfang, jedoch lediglich um 6,3 %.
Die Studie konnte also belegen, dass eine Zufuhr von ca. 30 g Walnüssen pro Tag die Risikofaktoren für das metabolische Syndrom verringern kann.


Quelle:
Wu H, et al. (2010): Lifestyle Counseling and Supplementation with Flaxseed or Walnuts Influence the Management of Metabolic Syndrome. The Journal of Nutrition, S. 1937-1942.