Schon geNusst?

Allergisch gegen Erdnüsse oder Nüsse? Beachten Sie die Allergen-Hinweise auf der Verpackung.

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Nüsse in der Schwangerschaft beugen Asthma und Allergien beim Kind vor

Aus der Angst, ihr Kind könnte bereits während der Schwangerschaft eine Veranlagung für Asthma oder Allergien entwickeln, verzichten viele werdende Mütter auf Lebensmittel, die Allergien auslösen können – so auch auf Erdnüsse und Schalenfrüchte wie Hasel- und Walnüsse. Damit verzichten sie aber gleichzeitig auf sehr gesundheitsförderliche Lebensmittel, die reich an ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen sowie Vitaminen und Mineralstoffen sind. Dass der Verzicht auf allergene Lebensmittel keine vorbeugende Wirkung hat und diese Angst somit unbegründet ist, zeigt eine dänische Studie aus dem Jahr 2012. Darin wurde der Zusammenhang zwischen der mütterlichen Aufnahme von Erdnüssen sowie Wal- und Haselnüssen während der Schwangerschaft und allergischen Erkrankungen in früher und später Kindheit untersucht. Die Forscher werteten dänische Geburtsdaten aus. Diese Studie fand zwischen 1996 und 2002 mit der Befragung von ca. 60.000 dänischen Schwangeren statt. Sie wurden jeweils in der 12. und 30. Schwangerschaftswoche telefonisch befragt und füllten in der 25. Schwangerschaftswoche einen Fragebogen zu ihren Verzehrgewohnheiten aus. Zusätzlich fand eine Befragung nach der Geburt, im Kindesalter zwischen 6 und 18 Monaten statt. Als die Kinder sieben Jahre alt waren, wurden die Mütter im Rahmen der vorliegenden Studien ein weiteres Mal befragt. Die Ergebnisse zeigten, dass Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft einmal oder öfter pro Woche Erdnüsse gegessen hatten, wesentlich seltener an Asthma erkrankten im Vergleich zu Kindern, deren Mütter gar keine Erdnüsse aßen. Die gesteigerte Aufnahme von Wal- und Haselnüssen führte ebenfalls zu weniger Asthma-Diagnosen und weniger Heuschnupfen. Der Grund dafür könnte das wertvolle Nährstoffprofil der Nüsse sein. Welchem Nährstoff oder welcher Nährstoffkombination genau die positive Wirkung auf die Entwicklung des Immunsystems beim wachsenden Fötus zugeschrieben werden kann, ist noch nicht belegt und bedarf weiterer Forschung. Die Studie lässt jedoch schlussfolgern, dass Frauen während der Schwangerschaft den Nussverzehr nicht verringern sollten. Stattdessen kann der Verzehr von Erd-, Hasel- und Walnüssen sogar das Risiko für die Entwicklung einer allergischen Erkrankung verringern.


Quelle:
Maslova, E et al.: Peanut and tree nut consumption during pregnancy and allergic disease in children – should mothers decrease their intake? Longitudinal evidence from the Danish National Birth Cohort. Journal of Allergy and Clinical Immunology, 2012, Sep. (724-732)