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Nussverzehr kann helfen, Depressionen vorzubeugen

Eine gesunde mediterrane Ernährungsweise kann das Risiko, an Depressionen zu erkranken, drastisch denken. So lautet die Schlussfolgerung einer aktuellen spanischen Studie, die ergab, dass ein Speiseplan mit mediterraner Kost die Wahrscheinlichkeit, depressiv zu werden, um 40 bis 50 Prozent reduzieren kann. Allein der Verzehr von Obst und Nüssen soll laut der Studie das Erkrankungsrisiko um 30 bis nahezu 40 Prozent senken.

Ernährungspyramide mediterran Im Rahmen der Studie wurden die Eckpfeiler der mediterranen Ernährungsweise – viel Nüsse, Obst, Fisch und Gemüse – untersucht und verglichen mit der normalen Ernährungsweise der mehr als 10.000 teilnehmenden Spanier. Die Forscher protokollierten über 4 ½ Jahre hinweg diejenigen Personen, bei denen eine Depression diagnostiziert wurde.

Die im Verlauf der Studie gewonnen Daten zeigen, dass Menschen mit einer an die mediterrane Kost angelehnte Ernährungsweise zu 40 bis 50 Prozent weniger wahrscheinlich an einer schweren Depression erkranken. Greift man allein den Obst- und Nussverzehr heraus, wurde bei den Studienteilnehmern mit hohem Verzehr ein um 30 bis fast 40 Prozent reduziertes Krankheitsrisiko festgestellt.

Obwohl die Mechanismen hinter dem möglichen präventiven Effekt noch nicht geklärt sind, vermuten die Forscher, dass speziell die Kombination der verschiedenen Nahrungsmittelgruppen im Rahmen der mediterranen Ernährung für deren gesundheitsfördernde Wirkung ausschlaggebend ist. Die mediterrane Kost liefert zahlreiche gesundheitsfördernde Nährstoffe, darunter etwa Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, einen relativ hohen Anteil an (guten) ungesättigten Fetten, Antioxidantien aus Nüssen und Olivenöl sowie Vitamine und Mineralstoffe aus Früchten und anderen pflanzlichen Lebensmitteln. Eine derartige Mischung unterstützt anscheinend die geistige Gesundheit bzw. beugt psychischen Störungen vor.

Depression führt vielfach zu Erwerbsunfähigkeit und frühzeitigem Tod

Depressionen vorzubeugen ist enorm wichtig, da die Krankheit weit verbreitet ist. In den Industrieländern sind Depressionen die dritthäufigste Ursache für Erwerbsunfähigkeit und frühzeitigen Tod. Ernährungsstrategien in die Prävention einzubeziehen wäre ein weitgehend neuer Ansatz, psychische Probleme in den Griff zu bekommen.

Mediterrane Ernährung

Die mediterrane Ernährung ist gesund und für jedermann geeignet. Auf dem Speiseplan stehen viel Nüsse, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Olivenöl, Getreideerzeugnisse (wie Brot) und Fisch. Des Weiteren werden im Rahmen einer typischen mediterranen Ernährung Milchprodukte und Alkohol nur in Maßen sowie generell nur wenig Fleisch und Fleischprodukte verzehrt.

Quelle

Sánchez-Villegas A., Delgado-Rodríguez M., Alonso A., Schlatter J., Lahortiga F., Majem L., Martínez-González MA. Association of the Mediterranean dietary pattern with the incidence of depression: the Seguimiento Universidad de Navarra/University of Navarra follow-up (SUN) cohort. Arch Gen Psychiatry. 2009; 66(10):1090-8.