Schon geNusst?

Eine Handvoll Nüsse wiegt etwa 25 Gramm.

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Nussverzehr reduziert das Sterblichkeitsrisiko

Bislang konnten verschiedene Studien eine Senkung der Sterblichkeit nach Erkrankungen der Herzkranzgefäße bei Personen, die konsequent mehr Nüsse verzehrten, nur außerhalb der Mittelmeerregion beobachten. Ein kleiner schützender Effekt wurde auch hinsichtlich der Krebs- und Gesamtsterblichkeit angenommen. Das Ziel einer neuen Studie war es, den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Nussverzehrs und der Sterblichkeit bei Menschen mit einem hohen Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen zu untersuchen. Die Probanden kamen dabei aus Spanien, einem Mittelmeerland mit einem relativ hohen Nusskonsum pro Person. 7.216 Männer und Frauen im Alter von 55 bis 80 Jahren wurden in drei Untersuchungsgruppen eingeteilt (Kontrolldiät und zwei Mittelmeer-Diäten, entweder ergänzt mit Nüssen oder Olivenöl). Der Verzehr von Nüssen wurde zu Studienbeginn erfasst und die Sterblichkeit anhand von medizinischen Unterlagen festgestellt. Nach knapp fünf Jahren traten folgende Todesfälle auf: 323 Gesamt-, 81 Herz-Kreislauf- und 130 Krebstodesfälle. Der Verzehr von Nüssen war dabei mit einem signifikant reduzierten Risiko für die Gesamtsterblichkeit verbunden. Im Vergleich zu den Nicht-Nuss-Konsumenten, konnte bei den Probanden, die mehr als drei Portionen Nüsse pro Woche verzehrten, ein um 39 % niedrigeres – und damit das niedrigste – Sterberisiko beobachtet werden. Eine ähnliche Schutzwirkung trat auch bei der Herz-Kreislauf- und Krebssterblichkeit auf. Die Studie lässt schlussfolgern, dass bei Einwohnern der Mittelmeerregion mit hohem Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen die gesteigerte Aufnahme von Nüssen das Sterblichkeitsrisiko reduziert.

 

Quelle:
Guasch-Ferré M et al. (2013): Frequency of nut consumption and mortality risk in the PREDIMED nutrition intervention trial. BMC Medicine, 11:164.