Polyphenole in Nüssen sorgen für ein gesundes Herz

Nuss-Herz

Erdnüsse und Nüsse sind bekannt für ihren vorbeugenden Effekt auf kardiovaskuläre Erkrankungen. Die positive Wirkung wird im Allgemeinen dem hohen Gehalt an „guten“ ungesättigten Fettsäuren in Nüssen zugeschrieben. Jedoch ist der förderliche Effekt von Nüssen auf die Gesundheit des Herzens so groß, dass er nicht allein vom günstigen Fettgehalt herrühren kann.

Welche anderen Nährstoffe in Nüssen könnten demnach noch dazu beitragen? Forscher in den USA haben sich dieser Frage angenommen. Sie untersuchten, ob möglicherweise die so genannten Polyphenole in Nüssen eine Schutzwirkung im menschlichen Körper entfalten. Bereits belegt worden ist, dass Polyphenole in Rotwein, Grünem Tee und Schokolade das Risiko für Herzerkrankungen verringern können.

In die vorliegende Untersuchung wurden dreizehn Erwachsene einbezogen. Die Probanden erhielten zum Frühstück ein Smoothie-Getränk, das mit Polyphenol haltigen Mandel- und Walnussanteilen angereichert wurde bzw. zum Vergleich einen Smoothie, der keine Polyphenole enthielt. Die Veränderungen der Blutwerte wurden aufgezeichnet. Daraus ging hervor, dass der Körper die jeweils über die Nussanteile aufgenommenen Polyphenole aufgenommen hat und dass diese Polyphenole auch dazu beigetragen haben, die antioxidative Kapazität des Organismus zu steigern. Damit gibt es neue Beweise dafür, dass nicht nur die günstige Fettzusammensetzung, sondern auch der Polyphenol-Gehalt von Nüssen entscheidend für den Schutz des Herzens sein könnte.

Die amerikanische Herzgesellschaft rät bereits, täglich mindestens 28 bis 56 Gramm Nüsse zu verzehren, um einer herzgesunden Ernährungsweise zu folgen. Die neuesten Forschungserkenntnisse untermauern diese Empfehlungen.

Quellen:

1) Yang. J., Liu R.H. and Halim L. Antioxidant and antiproliferative activities of common edible nut seeds. Food Science and Technology 2009; 42: 1-8.

2) Torabian S., Haddad E., Rajaram S., Banta J. and Sabaté J. Acute effect of nut consumption on plasma total polyphenols, antioxidant capacity and lipid peroxidation. Journal of Human Nutrition and Dietetics 2009; 22: 64-71.