Verbesserung der Gefäße durch Walnussverzehr

Dass es sich positiv auf die Gefäßfunktion auswirkt, Walnüsse in die Ernährung zu integrieren, ist weitgehend bekannt. Unklar war bislang der Grund für diesen Effekt. 2015 untersuchte ein kalifornisches Forscherteam die akute und kurzzeitige Wirkung des Walnussverzehrs auf die Funktion der kleinsten Blutgefäße. Sie vermuteten dabei einen Zusammenhang mit einem Wert im Blutplasma, dem sogenannten Cytochrome P 450. Dabei handelt es sich um ein körpereigenes Enzym, das vornehmlich in der Leber zu finden und dort unter anderem für den Stoffwechsel von Fettsäuren zuständig ist. Probandinnen für die Studie waren 38 Frauen nach den Wechseljahren, alle mit erhöhten Cholesterinwerten. Sie wurden stichprobenartig zwei Gruppen zugeteilt. Über vier Wochen lang bekam die erste Gruppe täglich 5 g Walnüsse, die zweite Gruppe täglich 40 g. Ermittelt wurden dann die Gefäßfunktion, die Cholesterinwerte und der Gehalt an Cytochrome P 450 – jeweils gemessen nüchtern am Morgen und vier Stunden nach dem Walnussverzehr. Verglichen mit 5 g Walnüssen, wirkten sich 40 g Walnüsse täglich deutlich positiver auf die Funktion der kleinsten Blutgefäße aus. Damit verbunden war auch ein Anstieg des Cyotochrome P 450-Gehalts im Laufe der vierwöchigen Studie. Die Cholesterinwerte änderten sich nicht ausschlaggebend. Die vorliegenden Daten befürworten somit den Ansatz, dass der Verzehr von Fettsäuren aus Walnüssen die Produktion von Enzymen, die notwendig für den Fettstoffwechsel sind, günstig beeinflusst. Dies wiederrum lässt eine Verbesserung der Gefäßfunktion postulieren...

Quellen:

Holt RR. et al.: Effects of short-term walnut consumption on human microvascular function and its relationship to plasma epoxide content. J Nutr Biochem, Aug 2015