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Walnüsse können vor Alzheimer schützen

Ist es ein Zufall, dass die Walnuss von außen betrachtet dem menschlichen Gehirn ähnlich sieht? Anscheinend nein, denn verschiedene Studien belegen, dass der Verzehr von Walnüssen durchaus einen positiven Einfluss auf die Gehirnaktivität ausübt. So wurden im Rahmen der Demenzforschung im Jahr 2014 Mäuse untersucht, die eine genetische Anlage für Alzheimer hatten. Ihre Nahrung wurde mit Walnüssen ergänzt, in der Hoffnung, dadurch Auswirkungen auf Gedächtnis und Lernverhalten feststellen zu können. Sie erhielten ein Futter mit 6 % bzw. eine zweite Mausgruppe mit 9 % Walnüssen. Umgerechnet auf die menschliche Ernährung würde dies einer Menge von 28 g bzw. 42,5 g Walnüssen täglich entsprechen. In beiden Gruppen zeigten sich Verbesserungen der Gedächtnisleistung, der Lernfähigkeit, bei Angstzuständen und motorischen Entwicklungen im Vergleich zu Mäusen mit Alzheimer-Gen, die keine Walnüsse gefressen hatten. Da sich beide Gruppen genauso verhielten wie gesunde Mäuse, legen die Forschungsergebnisse nahe, dass eine Nahrungsergänzung mit Walnüssen das Risiko reduzieren und den Beginn und das Fortschreiten von Alzheimer verzögern kann.

Eine weitere Studie aus den USA untersuchte bei 64 Studenten zwischen 18 und 25 Jahren, ob Walnüsse die Denkleistung fördern können. Dazu verzehrten zwei Gruppen jeweils 16 Wochen lang täglich drei Scheiben Bananenbrot. Nacheinander wurde für acht Wochen zunächst das Brot der einen Gruppe mit Walnüssen angereichert, nach einer sechswöchigen Pause das der anderen. Die Probanden sollten außerdem unvollständigen Geschichten verschiedene Aussagen richtig zuordnen. Dabei waren die Studenten mit Bananen-Walnuss-Brot um 11,2 % besser als Probanden ohne Walnüsse. Auf Gedächtnis und Stimmung hatte das Walnuss-Brot keine Auswirkungen, aber dieser Test beweist Verbesserungen im schlussfolgernden Denken. Walnüsse enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe. Neben einer Reihe von Antioxidantien, die entzündungshemmende Eigenschaften besitzen und die Gehirnzellen schützen, liefern sie Proteine, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe und vor allem viel Alpha-Linolensäure. Im Gehirn wird diese benötigt, um eine richtige und schnelle Signalübertragung sicherzustellen. Eine Ergänzung der Ernährung mit Walnüssen ist demnach empfehlenswert für die Erhaltung der Denkleistung.

Quellen:

Chauhan, A. et al.: Dietary Supplementation of Walnuts improves Memory Deficits and Learning Skills in Transgenic Mouse Model of Alzheimer’s Disease. Journal of Alzheimer’s Disease 42, 2014, (1397–1405)

Pribis, P. et al.: Effects of walnut consumption on cognitive performance in young adults. British Journal of Nutrition, 2012, (1393–1401)