Schon geNusst?

Eine Handvoll Nüsse enthält so viel Ballaststoffe wie eine Scheibe Vollkornbrot.

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Wussten Sie, dass neue Biomarker in Nüssen vor Herz-Kreislauf-Krankheiten schützen?

Regelmäßig Nüsse zu essen ist ein positiver Beitrag für den Schutz von Herz und Kreislauf. Meist wird dieser Effekt der guten Fettsäurenzusammensetzung in Nüssen zu Gute geheißen. Studien bringen jedoch noch eine andere Gruppe von Nuss-Inhaltsstoffen in die Diskussion: Antioxidantien. Zu diesen Biomarkern, die durch das „Fangen“ von freien Radikalen im Körper unsere Zellen schützen, gehören Vitamin E, Polyphenole, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen und Phytosterine (pflanzlichen Ursprungs, chemisch Cholesterin ähnlich). Nüsse enthalten alle diese Inhaltsstoffe und haben dadurch ein hohes antioxidatives Potenzial. Zudem verstärkt sich durch das Zusammenspiel verschiedener Antioxidantien deren Wirkung, im Vergleich zu der Wirksamkeit eines einzelnen antioxidativen Biomarkers. Das in Erdnüssen vorkommende Phytosterin Beta-sitosterol beispielsweise, veranlasst die Bildung zweier Enzyme, die Sauerstoffradikale (z. B. Wasserstoffperoxid) abbauen können und somit die roten Blutkörperchen schützen. Auch führt der Verzehr von Nüssen zu einer geringeren LDL-Oxidation. Beim LDL-Cholesterin spricht man vom „schlechten Cholesterin“. LDL-Oxidation bedeutet, dass sich die ungesättigten Fettsäuren in einem LDL-Partikel verändern. Eine schnelle LDL-Oxidation fördert die Entstehung einer Arteriosklerose, die Herzinfarkte und Schlaganfälle nach sich ziehen kann. Je mehr Antioxidantien enthalten sind – zum Beispiel durch regelmäßigen Verzehr von Nüssen – desto kleiner sind Ausmaß und Geschwindigkeit der LDL-Oxidation.

Quelle:

Ros E.: Nuts and novel biomarkers of cardiovascular disease. Am J Clin Nutr, 2009, 89 (suppl): 1649S–56S